Lutz R. Ketscher - Biographie u. Werkverzeichnis / Biography and catalog raisonné

9 lationen, die sich im Kopf des Betrachters immer wieder von neuem verändern und neue Geschichten auslösen. Als Absolvent der Hochschule für graphische Künste in Leipzig hat Lutz Ketscher eine umfassende, auch rein handwerklich mustergültige, künstlerische Ausbildung vorzuweisen. Allerdings ist ihm nicht nur die Exzellenz der Bildgestaltungstechniken ein besonderes Anliegen gewesen, sondern auch die komplexe bildhafte Formulierung eines Miteinanders unterschiedlichster Wirklichkeitssysteme. Sehr konsequent ist er sodann seinen persönlichen Entwicklungsweg weiter gegangen, einen Weg, der ihn zu immer weiter ausgreifenden Bilderzählungen führte – und nicht zuletzt auch einen ganz speziellen Kreis von Freunden seiner Kunst aufgebaut hat. Nur wenige Werke entstehen im Atelier des Künstlers jedes Jahr; sie sind gesuchte Zeugnisse einer ganz besonderen künstlerischen Bildgestaltungskraft, einer künstlerischen Fantasie auf der Basis einer umfassenden kulturellen Reflexion unserer Lebensgegenwart mit ihren vielen verschiedenen kulturgeschichtlichen Quellen. „Die Fantasie ist ein ewiger Frühling“ – dieses Friedrich von Schiller zugeschriebene Zitat verweist einmal mehr auf die stets anregend wirkende, jugendliche Frische unserer fantastischen Welten, insbesondere dann, wenn sie von souveräner künstlerischer Hand gestaltet werden. Peter Assmann Direktor der Tiroler Landesmuseen As a graduate of the Academy of Fine Arts Leipzig, Lutz Ketscher possesses a comprehensive artistic education that is also exemplary from a purely artisanal point of view. However, not only has the excellence of the pictorial design techniques been a special concern, but also the complex pictorial formulation of a concomitance of highly diverse reality systems. He very consequently pursued a path thereafter, which led him to ever further-reaching pictorial narratives—and not least established a very special circle of friends of his art. Only a few works emerge from the artist’s studio each year; they are sought-after witnesses of a very special artistic compositional strength, an artistic fantasy on the basis of an extensive cultural reflection of our living present with its many different art-historical sources. “Fantasy is an eternal spring”—this quote attributed to Friedrich von Schiller once again points to the steadily stimulating youthful freshness of our fantastical worlds, particularly when they are shaped by a masterful artistic hand. Peter Assmann Director of the Tyrolean State Museums

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