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_COLLECTION
LUTZ
R._
_KETSCHER

COLLECTION V.K. PRIVATSTIFTUNG

Lutz Ketscher

DER KÜNSTLER
LUTZ R. KETSCHER
(Surrealismus d. Leipziger Schule)

Lutz R. Ketscher ist ein stiller Meister seines Faches. Schon in frühen Jahren steigt sein Interesse für Zeichnungen. Sein Vater, Grafiker und Illustrator von Büchern, der seinen Unterhalt in einem Verlagshaus verdient, verschafft Ihm eine Lehrstelle als Chromolithograph in einem Buchverlag. Der Stachel zur Kunst ist gesetzt. Ein großes Tor öffnet sich, es folgt Ausbildung und Abschluss an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, unter anderem bei Prof. Mattheuer und Prof. Heisig, Begründer der Leipziger Schule Die zunehmende staatlich vereinnahmende Organisation der Kunst über den Verband bildender Künstler widerstreben dem jungen, freidenkenden Mann. Der „verordnete“ sozialistische Realismus kann das künstlerische Schaffen nicht bremsen und bewirkt genau das Gegenteil:
Absolute Hingabe zum Detail und Präzision als Markenzeichen in den Werken von Lutz R. Ketscher. Darauf bauen einzigartige, harmonische Bild- und Farbkompositionen auf, die einen unmittelbar in eine Welt voller Inspiration und Schöpfung führen, oftmals die Spiele der Götter und des Geistes der Antike zitierend. Die Grenzen der Welten verfließen ineinander - so wie auch das Leben des Künstlers in zwei völlig verschiedenen gesellschaftlichen Systemen.

Buch Lutz Ketscher

„Das Fördern jedes Unternehmens beginnt in der Phantasie.“

E I N E B E T R A C H T U N G

„Das Fördern jedes Unternehmens beginnt in der Phantasie.“ – so der amerikanische Journalist, Goldgräber und Warenhausbesitzer Prentice Mulford (1834-1891). Unsere Phantasie ist stets mehrdimensional orientiert; sie verbindet unterschiedliche Zeiten und Räume und verschafft sich so mit durchwegs spielerisch erscheinender Leichtigkeit neue Bewegungsmöglichkeiten und Beziehungssysteme. Sie gestaltet neue Vorstellungswelten, zitiert dabei Bekanntes und bringt uns näher an die grosse Faszination des Unbekannten heran. Diese kreative Kraft muss gepfl egt werden, immer wieder von neuem angeregt werden – am besten durch „Kreativitätsprofi s“, durch Künstler. Lutz Ketscher, geboren 1942, hat sich in seinem künstlerischen Werk in ganz besonderer Weise für diese beständige Beweglichkeit der menschlichen Vorstellungskraft interessiert. Tief in der klassischen Kultur verwurzelt und doch stets dynamisch hin zur Gegenwart und Zukunft orientiert, präsentieren sich seine Bildkompositionen als immer wieder gleichsam neu zu lesende Erzählungswelten, stets überraschend in ihrer Vielschichtigkeit und doch sehr konsequent aus den jeweiligen Einzelelementen heraus gebaut. In stupender malerisch-graphischer Technik gestaltet, breitet der Kuenstler ein weites Panorama mit vielfältig verschlungenen bildhaften Kombinationen aus: Darin fi nden sich unter anderem „sprechende“ Personen und Gegenstände, vielfach nur im Ansatz zitierte, bühnengleiche Raumeinheiten und viele traumhafte Konstellationen, die sich im Kopf des Betrachters immer wieder von neuem verändern und neue Geschichten auslösen. Als Absolvent der Hochschule für Grafi k und Buchkunst in Leipzig hat Lutz Ketscher eine umfassende, auch rein handwerklich mustergültige, künstlerische Ausbildung vorzuweisen. Allerdings ist ihm nicht nur die Exzellenz der Bildgestaltungstechniken ein besonderes Anliegen gewesen, sondern auch die komplexe bildhafte Formulierung eines Miteinanders unterschiedlichster Wirklichkeitssysteme. Sehr konsequent ist er sodann seinen persönlichen Entwicklungsweg weiter gegangen, einen Weg, der ihn zu immer weiter ausgreifenden Bilderzählungen führte – und nicht zuletzt auch einen ganz speziellen Kreis von Freunden seiner Kunst aufgebaut hat. Nur wenige Werke entstehen im Atelier des Künstlers jedes Jahr; sie sind gesuchte Zeugnisse einer ganz besonderen künstlerischen Bildgestaltungskraft, einer künstlerischen Phantasie auf der Basis einer umfassenden kulturellen Reflexion unserer Lebensgegenwart mit ihren vielen verschiedenen kulturgeschichtlichen Quellen. „Die Phantasie ist ein ewiger Frühling“ – dieses Friedrich von Schiller zugeschriebene Zitat verweist einmal mehr auf die stets anregend wirkende, jugendliche Frische unserer phantastischen Welten, insbesondere dann, wenn sie von souveräner künstlerischer Hand gestaltet werden.
Peter Assmann

Autor: Mag. Dr. Peter Assmann
Direktor des complesso museale Palazzo Ducale di Mantova

80. JAHRE LUTZ R. KETSCHER

Gemeinsam mit Lutz R. Ketscher, Frau Karin und Tochter Antonia arbeitet ein Team an der künstlerischen Aufbereitung des Werkes, sodass in den nächsten Monaten ein geschlossenes Gesamtbild entsteht. Der Anlass könnte passender nicht sein: 80 Jahre Lutz R. Ketscher!
Der Auftakt ist die Präsentation einer Kunst-Kassette mit hochwertigen Reproduktionen ausgewählter Werke der Collection_Lutz_R._Ketscher, die sich an einen ausgewählten Kreis von Fachleuten, Experten und Interessierten richtet. Lutz R. Ketscher, geboren 13.05.1942 in Gera, ausgebildet an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er ist ein wichtiger Vertreter der berühmten Leipziger Schule und wohnt und arbeitet seit 1989 in Hof/Bayern bzw. Schwarzenbach/Saale.

LEIPZIGER SCHULE

Unter „Leipziger Schule“ de.wikipedia.org/wiki/Leipziger_Schule_(bildende_Kunst) versteht man heute im Allgemeinen die „Neue Leipziger Schule“. Damit wird ein Bezug, aber auch eine Abgrenzung zur „Alten Leipziger Schule“ hergestellt. Dieser wurde auf der documenta 6 geprägt, an der die Künstler Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke teilgenommen haben. Deren Schüler, zum Beispiel Sighard Gille und Arno Rink, gelten als zweite Generation dieser „Schule“. In dritter Generation wiederum werden deren Schüler als „Neue Leipziger Schule“ bezeichnet. Das ist allerdings ein Begriff, der eher zu Marketing-Zwecken geprägt wurde. Unter ihm werden sehr unterschiedlich arbeitende Künstler zusammengefasst wie Tilo Baumgärtel, Peter Busch, Tim Eitel, Katharina Immekus, Martin Kobe, Rosa Loy, Christoph Ruckhäberle, David Schnell oder Matthias Weischer. Ihnen gemeinsam ist jedoch die Suche nach einer neuen Bildsprache mit Zügen von Expressionismus und Neuer Sachlichkeit in häufig kombinierter Darstellung von gegenständlichen und abstrahierten Motiven, die eine stark melancholische Stimmung erzeugen.

Auch wenn sich die Künstler ungern in diese Schublade pressen lassen und sich daher gegen jede Etikettierung wehren, lässt sich nicht leugnen, dass diese Zusammenfassung unter einem einprägsamen Schlagwort den Marktwert ihrer Werke enorm steigen ließ.

Seit 2005 ist die Leipziger Baumwollspinnerei in Lindenau das Zentrum für zahlreiche Künstler und Galerien.

Als vielen vielleicht bekanntester Künstler der „Leipziger Schule“ gilt Neo Rauch. Im Grunde ist er aber Wegbereiter für die oben genannten Künstlerkollegen.

Neo Rauch ist ein Maler, der stark polarisiert. Er hat enormen Erfolg, der allerdings nicht wenigen als ungerechtfertigt gilt.
Wie Neo Rauch gelten auch Gerhard Richter und Lutz Ketscher als Vertreter der Leipziger Schule. Jeder von ihnen arbeitet jedoch auf völlig eigenständige Weise.
Lutz Ketscher hat von 1960 – 1965 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig unter anderem bei Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer studiert. Beide waren „Mitbegründer“ der „Leipziger Schule“.
Lutz Ketscher gilt mit seinen surrealen Bildwelten als Vertreter des phantastischen Realismus: de.wikipedia.org/wiki/Lutz_R._Ketscher
Seine Werke fußen auf klassischen Wurzeln, weisen aber in ihrer Vielschichtigkeit über die Gegenwart bis in die Zukunft.
 

Für weitere Informationen zu Künstler, Kassette oder Buch wenden sie sich bitte an Fr. Iris Stadler (+43 650 7733208 )

IMPRESSUM

Concept & Text
Karl Frauscher
www.pixxers.com

Design
agentur kest
www.kest.net

Photography
Nik Fleischmann
www.foto-fleischmann.at

Production
Buchbinderei Strandl
www.strandl.eu

Web
Wolfgang Bartl
www.proseco.at

 

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